Vorratshaltung

Die Vorratskammer-Revolution

Januar 19, 2018
Organisierte Vorratskammer

Meine Vorratskammer, die ich der Wortlänge wegen immer Pantry nenne, sah furchtbar aus. Wenn ich einkaufen ging, warf ich die Lebensmittel einfach lieblos in die Regale, welche nur so überquollen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nie irgendwas im Haus zu haben. Ich möchte gar nicht erwähnen, wie viele Lebensmittel abliefen, ohne dass ich von ihnen wusste. Es musste sich also auf jeden Fall etwas ändern, denn so konnte es nicht mehr weitergehen.

Vorbereitung

Der erste Schritt dabei war das gnadenlose Ausmisten. Hierbei wurde alles aussortiert, was folgenden Kategorien entsprach:

  1. Abgelaufene Lebensmittel, kaputte Produkte                       –> ab in den Müll damit
  2. Lebensmittel/Produkte, die ich nicht mag oder nie nutze –> jemanden finden, der Verwendung findet
  3. Sachen, die nicht in meine Pantry gehören                           –> an ihren eigentlichen Ort zurückbringen

Ich habe sage und schweige 12 kg an Unrat und Müll aus diesem Raum gezogen. Für gerade mal 1,5 Quadratmeter nicht schlecht, oder? Man muss sich auch für die Zukunft überlegen, wie viel Vielfalt an Produkten man wirklich braucht. Damit meine ich insbesondere Produkte einer Produktfamilie. Ich habe beispielsweise eine große Vorliebe für Pasta in allen Formen und Farben. Ich kann im Supermarkt an keiner Pasta vorbeigehen, die ich noch nicht kenne, ohne sie zu kaufen. Trotzdem koche ich immer dieselben 3–4 verschiedenen Sorten, weil die anderen zu lange Dauern, mein Freund sie nicht mag oder ich sie schlichtweg vergesse. Deshalb kaufe ich jetzt nur noch die altbewährten Sorten, denn die werden auch wirklich verwendet und nehmen nicht nur Platz weg. Soviel zum Aussortieren…

Der nächste Schritt bestand aus dem kompletten entleeren der Regale. Die Inhalte sortierte ich dafür direkt in Themenbereiche. So habt ihr beim Einräumen viel weniger Arbeit und spart viel Zeit. Als ich damit fertig war, begann der eigentlich beste Teil: Das Shoppen

 

Shopping

Meine gesamten Produkte habe ich von Ikea, was für mich den einfachen Grund hat, dass ich Produkte wahrscheinlich auch noch in Jahren nachkaufen kann. Das Sortiment ändert sich zwar ab und zu, aber meist sind die Produkte Jahrzehnte im Sortiment. Natürlich kann man auch aus dem Wochenangebot des örtlichen Discounters Boxen und Staumöglichkeiten kaufen, aber man läuft eben Gefahr, dass man fehlende Artikel nicht nachkaufen kann. Ich musste übrigens noch einmal nachkaufen gehen.

Unsere Pantry ist leider sehr klein und deswegen mussten wir eine möglichst effiziente und anpassungsfähige Lösung finden. Schon das Finden eines passenden Regalsystems stellte sich als unmöglich heraus, bis wir Algot von IKEA fanden. Dieses Regalsystem ist absolut flexibel und unendlich erweiterbar. Aber trotz aller Flexibilität, war das Einbauen eine große Geduldsprobe, wegen Fußleisten, Heizzentrale, Stromkasten und Dachschräge. Architektonisch betrachtet, hatten wir den absoluten Supergau auf 1,5 Quadratmetern. Doch es ist möglich mit etwas Kreativität und viel Geduld. Das beste an Algot ist, dass man es nachträglich jederzeit ändern kann, wenn sich eure Anforderungen ändern sollten.

Das Innenleben war da schon wesentlich gnädiger. Hierbei kamen folgende Produkte zum Einsatz:


4x Knagglig Holzkasten        (702.923.59)       à 9,99€

4x Hutten Flaschenregal       (700.324.51)       à 9,99€

8x Tillsluta Dose klein           (302.336.87)       à 4,99€

12x Tillsluta Dose mittel         (402.574.95)      à 5,49€

8x Tillsluta Dose groß            (202.336.83)       à 7,99€

6x Tillsluta Dose extra groß  (202.574.95)       à 9,99€

6x IKEA 365+ Dose klein      (800.667.23)       à 2,99€

8x IKEA 365+ Dose groß       (900.667.08)      à 3,99€

1x Klätta Aufkleber                 (203.294.40)       à 7,99€


Gesamtkosten Innenleben:                                 365,43€



Aufbauen

Beim Aufbauen gibt es eigentlich nichts zu tun, außer der Montage der Knagglig Holzkästen. Diese sind aber in 10 Minuten mit einem Akkuschrauber aufgebaut und man kann auch nicht viel falsch machen.

Organisieren

Der letzte Schritt vor dem Einräumen und Labeln der einzelnen Behältnisse ist die Aufteilung. Hierbei einfach erstmal nach Gefühl vorgehen und gucken, welche Produkte wohl am besten wo hinein passen. Eine thematische Ordnung finde ich dabei durchaus sinnvoll. So ist bei mir auf dem Kopfende des Raums der Nahrungsbereich und auf der Seite die Hygieneartikel, Schreibwaren und Co. Doch auch die Funktionalität sollte man nicht außer Acht lassen. Kartoffeln und Zwiebeln wollte ich auf jeden Fall in eine der Holzkisten stecken, wegen der Belüftung.

Habt ihr die perfekte Aufteilung endlich ausgetüftelt, befüllt ihr einfach die Behältnisse und eure Regale. Zum Schluss noch die schwarze Klebefolie zurecht schneiden und mit einem weißen Edding beschriften – fertig ist euer Organisationssystem. Dann folgt meist ein Moment absoluten Friedens, denn eure Vorratskammer sieht jetzt aus, wie aus einem Magazin. Der ganze Schweiß und die ganze Arbeit hat sich in diesem Moment für mich total ausgezahlt. Auch Tage später bin ich bei schlechter Laune einfach für drei Minuten in meine Pantry gegangen. Es war jedes mal ein tolles Gefühl der Erleichterung. Dieses Gefühl hat mir so viel Motivation für weitere Räume gegeben, sodass ich jetzt richtig in Fahrt bin. Es ist wie so oft im Leben, wenn man erstmal einen Anfang gefunden hat und erste Ergebnisse sehen kann, geht der Rest wie von selbst. Auch wenn 365€ viel Geld sind, besonders für eine Vorratskammer in dieser Größe, muss ich sagen, dass sich mein Leben dadurch so verbessert hat. Ich finde was ich suche sofort und habe einen viel besseren Überblick über meine Bestände und über Lebensmittel die schnell verbraucht werden müssen. Man spart sehr viel Geld, weil man Lebensmittel nicht mehr wegschmeißen muss. Ich würde es immer wieder so tun! Für meinen Freund gibt es leider ein Manko: Die Deckel der Dosen sind sehr fest und lassen sich nur mit etwas Nachdruck öffnen. Ich empfinde das aber nicht als schlimm, denn so sind die Lebensmittel doppelt luftdicht verpackt.

Ich wünsche euch frohes Schaffen, Motivation und Spaß,

Eure Jana

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